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    Performance-Report: Das Zahltag-Depot im Februar 2017

    Wer hätte das gedacht? Der Dow Jones stieg am 25. Januar 2017 erstmals über die 20.000. Am 1. März, also rund fünf Wochen später, hatte er weitere 1.000 Punkte gut gemacht und ging bei 21.115,55 Punkten aus dem Handel. Das war der schnellste Tausend-Punkte-Anstieg in der Geschichte des Index. Nun muss man das Ganze in Prozent umrechnen und es wird klar: Der Index ist innerhalb von fünf Wochen um fünf Prozent gestiegen. Das klingt schon weniger sensationell. Trotzdem wirft es ein Schlaglicht auf die Verfassung der Märkte, insbesondere in den USA. Aus dem Grusel-Präsidentschaftskandidaten Donald Trump ist mittlerweile ein Hoffnungsträger geworden. Denn die Märkte preisen die Erwartung auf eine nachhaltige Konjunkturerholung in den USA ein. Gerade hat das Orakel aus Omaha, Warren Buffett, konstatiert: Die Märkte sind nicht überbewertet, nachhaltiges Produktivitätswachstum sollte zu weiter steigenden Kursen führen. Die Produktivität der US-Wirtschaft war ja in den vergangenen acht Jahren ein Sorgenkind. Aber lassen wir die Makroökonomie an dieser Stelle außen vor. 

    In einem gut bestückten Aktienportfolio sollte sich der Börsenaufschwung spürbar niederschlagen. Das Zahltag-Depot verzeichnete im Februar weitere elf Zahltage und fünf "Gehaltserhöhungen". Mehr Dividende gab es von Realty Income (wieder einmal), STAG Industrial, EPR Properties, Omega Healthcare und AT & T. Für den März wurden bislang die nächsten drei Dividendenanhebungen verkündet. Mehr Geld für die Aktionäre schütten Digital Realty, Compass Minerals International und Valero Energy aus.

    Nach den ersten zwei Monaten befinde ich mich auf gutem Wege, mein Dividendenziel für 2017 zu erreichen. Das lautet ja bekanntlich, mindestens zehn Prozent plus X an Dividenden mehr einzunehmen als im Jahr 2016. Warum zehn Prozent? Weil das die Summe ist, um die ich zum Jahreswechsel mein Konto aufgestockt habe. Und gute Kapitalallokation bedeutet, dass man das neue Kapital mindestens genauso rentabel anlegen sollte wie bisher. Das "Plus X" ergibt sich aus den zu erwartenden Dividendensteigerungen. Besonders optimistisch stimmt mich, dass ich nach wie vor mehr als 10,6% Cash auf meinem Konto liegen habe. Dabei war ich auch im Februar kräftig shoppen. Meine Position in Compass Minerals International habe ich vergrößert, ebenso die von Coca-Cola, Helmerich & Payne und Student Transportation. Neu gekauft wurden Aktien von Williams-Sonoma (WSM), einem Einzelhändler, der auf Innenausstattung, Möbel und Einrichtungsaccessoires spezialisiert ist. WSM schaffte es im Februar, meine "Aktie des Monats" zu werden. Die Valero Energy Corporation, ein führender Betreiber von Raffinerien und Pipelines, fand ebenfalls Eingang in das Zahltag-Depot. 34 verschiedene Unternehmen gehören mir jetzt - teilweise. Und überweisen mir regelmäßig Teile des Firmengewinns.

    Mein jährliches Dividendeneinkommen hat sich nach derzeitigem Stand von 11.194 Dollar zum Jahreswechsel auf 11.561 Dollar erhöht (vor Steuern).     

    Mein Investmentkapital zum Jahreswechsel hat somit bis Ende Februar bereits 3,21% Cash generiert. Der Februar brachte 0,40% Dividenden - wie man in der Grafik oben sieht, ist die Februar-Säule kleiner als die des Januars. Trotzdem ist sie um 14,20% höher als die des Vorjahres-Februar. Besonders gut liefen im vergangenen Monat die Futures-Optionen. Mit Öl und Silber habe ich 1,65% an Prämieneinnahmen realisiert. Im Aktienbereich habe ich Optionspositionen für nur 0,11% Prämien geschlossen. Die fallende Volatilität macht es schwierig, hier große Prämieneinnahmen zu lukrieren. Der Ausweg wäre, noch mehr Positionen aufzumachen, aber das ist riskant. Denn ich rechne immer mit dem "Super-GAU", also damit, dass mir die Aktien tatsächlich angedient werden, wenn die Puts ins Geld laufen. Keinen Ergebnisbeitrag lieferte der Handel mit Futures und Aktien. Aber auch ohne diese Einkommensströme blieben auf Monatssicht 2,16% an Cash übrig. Meine "interne Zielmarke" liegt ja bei zwei Prozent im Monat.  

    Was ich im Februar wieder einmal bestätigt gesehen habe: Wenn man in qualitativ hochwertige Unternehmen zu günstigen Preisen investiert, kann man neben einer ansehnlichen Gewinnausschüttung auch von überdurchschnittlichen Kursgewinnen profitieren. Wobei das nicht unbedingt der Fall sein muss. Coca-Cola etwa bewegt sich im Augenblick kaum von der Stelle und auch die Aktien von OHI sind kursmäßig eher Underperformer. Trotzdem haben beide Firmen ihre Aktionäre mit Dividendenanhebungen beglückt. Der zweite wichtige Punkt: Es gibt auch in einem Markt am Allzeithoch immer wieder versteckte Perlen, ungeliebte Unternehmen oder "Gefallene Engel", die sich zu günstigen Kursen einsammeln lassen. Denken wir nur an den Einzelhandel, der augenblicklich dramatische strukturelle Umwälzungen erlebt. Wir erleben reihenweise Kurseinbrüche, teilweise gibt es kerngesunde Marktführer zu Ramschpreisen. 

    Bleibt noch der "Angeber-Part" des Performance-Reports. Nach dem leichten Minus von 0,56% im Januar brachte der Februar ein Plus im Kontostand von 7,05%. Das kumulierte Ergebnis liegt also bei 6,46% für zwei Monate. Ob das so weiter geht, weiß natürlich niemand, denn die Kurse können wir weder kontrollieren, noch prognostizieren. Winston Churchill wird ja der Satz zugeschrieben: "Prognosen sind schwierig, insbesondere, wenn sie die Zukunft betreffen." Trotzdem bin ich entspannt, denn was ich prognostizieren kann, ist der Cash-Flow. Und der wird in den kommenden Monaten deutlich über dem des Vorjahres liegen. Es sei denn, die Welt hört auf, Coca-Cola zu trinken, das Internet zu nutzen und Unterwäsche zu kaufen. Egal, ob der Dow Jones gerade steigt oder fällt, ich verdiene an jeder geöffneten Coke, jeder versandten Mail und jeder verkauften Unterhose. So einfach geht Börse.  

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