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    Performance-Report: Das Zahltag-Depot im November 2020

    Nach den schwachen Monaten September und Oktober legten die weltweiten Aktienmärkte im November einen Rekordmonat hin. Allein der S&P 500 gewann 11%, das beste Ergebnis seit April 2020. Der S&P MidCap 400 der mittelgroßen Unternehmen legte um 14% zu, der S&P SmallCap 600 sogar um 18%. Auch außerhalb der USA wurden kräftige Gewinne verbucht: Der griechische Markt stieg um 32,35%, der österreichische um 24,6%, der spanische IBEX um 23,62% und auch der DAX musste sich mit einem Plus von 12,81% auf Monatsbasis nicht verstecken. Einen weiteren Monat holten Value-Aktien gegenüber den bisherigen Wachstumstreibern aus dem Technologiesektor auf.   

    Der Dividendenstrom im November

    Im November kam ich auf 17 Zahltage. Es flossen 1.147,24 Euro an Dividenden auf mein Konto. Das Minimalziel von mehr als eintausend Euro Cashflow wurde damit zwar erreicht, aber gegenüber dem Vorjahres-November verbleibt trotzdem ein Minus von 29,33%. Woran lag das? Es fehlten die Dividenden von EPR Properties, BLADEX, Foot Locker, Tanger Factory Outlet Centers und der Simon Property Group, die im Vorjahr den November zu einem hervorragenden Monat gepusht hatten. EPR und SKT zahlen noch immer keine Dividenden, während Simon die Zahlungen auf niedrigerem Niveau wieder aufgenommen hat, allerdings in einem anderen Monatsturnus. Die Dividende von SPG war nämlich schon im Oktober geflossen.      

    Mein projiziertes Dividenden-Jahreseinkommen vor Steuern verringerte sich im November auf 20.412,30 Dollar, ein Minus von 2,0% gegenüber dem Vormonat. Da waren noch 20.829,80 Dollar erwartet worden. Grund für die temporäre Schwäche: Der Schiffsfinanzierer SFL Corporation kürzte vorsorglich die Dividende um 40% auf 0,60 Dollar im Jahr bzw. 0,15 Dollar pro Quartal. Da die Position 1.500 Stücke umfasst, ist das ein ziemlicher Schlag ins Kontor. 

    Insgesamt stockte ich mein Kapital im November durch eine Einzahlung um 0,58% auf. 0,4% flossen mir aus Aktienoptionen zu, die Dividenden ergeben einen Cash-Betrag von 0,34%, jeweils auf mein eingezahltes Kapital. Noch bin ich weit entfernt von der im Dezember 2019 projizierten Jahresdividende von seinerzeit 23.810,35 Dollar.  

    Meine durchschnittliche monatliche Dividendenrente lag Ende November bei 1.392,96 Euro. Bis November 2019 hatte der Monatsdurchschnitt für die ersten elf Monate bei 1.345,34 Euro gelegen. Für das gesamte Vorjahr belief sich die durchschnittliche monatliche Dividende auf 1.382,61 Euro. Nach derzeitigem Stand sieht es so aus, als könnte ich das Vorjahresergebnis trotz Corona-Delle bei den Dividenden toppen, obwohl die Dezember-Dividenden voraussichtlich unter denen des Vorjahres-Dezember liegen werden. Es fehlt nämlich die Sonderdividende von Main Street Capital.   

    Der Jahresausklang ist trotzdem ein durchaus versöhnlicher. MSM Industrial Direct hat eine Sonderdividende von 3,50 Dollar pro Aktie angekündigt, die noch im Dezember gezahlt wird. Der Motorenhersteller Cummins überweist eine um drei Prozent höhere Dividende. Der Container-Verleaser Triton hob die Gewinnausschüttung um zehn Prozent an, Tyson Foods steigerte die Dividende um 5,9%.

    Käufe und Verkäufe im November

    Anfang des Monats waren Aktien noch günstig, so dass ich 20 Stück Cardinal Health zu einem Kurs von 52,80 einsammeln konnte. Einige Tage später legte ich mir die ersten 15 Stücke von Tyson Foods zu 60,50 Dollar ins Depot. 70 Stück SFL International machten die 1.500 voll. Am 17. November fand ich 4,3428 Aktien des Pfizer Spin-Offs Viatris in meinem Depot vor. Zum Ende des Monats ließ ich mir 100 Stück des Verpackungsspezialisten und Dividendenchampions Amcor einbuchen. Verkäufe gab es bis Ende November nicht. Das gesamte Zahltag-Depot lässt sich hier einsehen.    

    Die Aktie des Monats: Amcor plc

    Wie schon im Vormonat scheint auch die Aktie des Monats November nicht recht in mein klassisches Beuteschema zu passen. Der FAST-Graph reicht nur bis Mitte 2019 zurück - aber Amcor ist kein IPO. Die Firma existiert seit 1926 und wurde in New South Wales, Australien, gegründet. Es handelt sich um einen Entwickler, Fertiger und Vermarkter von Verpackungsmaterialien für Lebensmittel, Getränke, medizinische und pharmazeutische Produkte, Frischwaren, Snacks uvm. Im Juni 2019 wurde der amerikanische Verpackungshersteller Bemis übernommen, seinerzeit ein Dividendenchampion mit 36 Jahren ununterbrochen steigender Dividende. Die neue Firma übernahm den Namen der australischen Amcor. Auch das Geschäftsjahr entspricht australischen Usancen - es beginnt am 1. Juli und endet am 30. Juni. Amcor ließ sich auf der Kanalinsel Jersey registrieren und hat das Hauptquartier in Zürich. So kommt es, dass beispielsweise finviz das Unternehmen als Schweizer Firma ausweist. Im Januar 2020 wurde Amcor offiziell in den Klub der S&P 500 Dividendenaristokraten aufgenommen, offensichtlich "erbte" Amcor den Status von Bemis. Durch den Firmensitz in Jersey sollte die Dividende quellensteuerfrei fließen.

    Das Unternehmen setzt im Jahr mehr als 12,42 Mrd. Dollar um, mehr als 47.000 Personen arbeiten in 181 Fertigungsstätten in 39 Ländern der Welt. Damit ist die Abhängigkeit vom US-Markt geringer als bei vielen anderen Firmen. Am 5. November wurden hervorragende Quartalszahlen vorgelegt - der Gewinn pro Aktie stieg um 20%, die Quartalsdividende wurde um 2,2% angehoben. Die Guidance für das komplette Geschäftsjahr 2021 wurde deutlich angehoben, das Management erwartet jetzt einen Gewinnanstieg pro Aktie von 7 bis 12%. Erklärtes Ziel ist es, für die Aktionäre eine verlässliche Rendite von 10 bis 15% zu erwirtschaften, davon sollen 4% auf Dividenden und der Rest auf Wertsteigerungen entfallen. Aktuell profitiert Amcor von einem Verpackungsboom im Bereich medizinischer und pharmazeutischer Verpackungen. Bis 2025 sollen übrigens sämtliche hergestellten Verpackungen des Unternehmens recycelbar sein.

    Ich halte Amcor-Aktien sowohl in meinem Zahltag- als auch im Junior-Depot.               

    Wie immer gilt: Das Ganze ist keine Empfehlung, sondern dient rein der Information. Wer mehr wissen möchte, sollte vor einer Investitionsentscheidung bitte seine eigene Analyse machen und prüfen, ob das Unternehmen zum eigenen Risikoprofil und zur Anlagestrategie passt. Ich übernehme keine Verantwortung für entstehende Verluste.  

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    Kommentare: 5
    • #1

      Jens (Sonntag, 06 Dezember 2020 12:39)

      Hallo Nils,
      früher hattest du auch den PerformanceReports auch deine Performance mit FOPs mit beigepackt. Handelst du diese jetzt nicht mehr?
      VG Jens

    • #2

      HI Jens (Freitag, 18 Dezember 2020 14:40)

      Laut Aussage, hat Nils sein Konto mit seinen FOP bisschen an die Wand gefahren.

      Liebe Grüsse

    • #3

      Rudolf (nicht Rudi) (Samstag, 26 Dezember 2020 17:06)

      Hallo Herr Gajowiy,

      im Septemberreport erscheint die HOPE als Nachkauf. Ich suche auf deren Website bis jetzt vergeblich nach der Investor Relation. Ist die irgendwo besonders versteckt?

    • #4

      Nils Gajowiy (Samstag, 26 Dezember 2020 18:00)

      Einfach auf der HOPE-Seite unter "About" nachsehen - da ist der IR-Bereich.

    • #5

      Rudolf (Montag, 28 Dezember 2020 14:31)

      Hallo Herr Gajowiy,
      war wohl anscheinend mein Fehler / Betriebsblindheit. Normalerweise gehe ich immer von SA mit dem Link auf die Website der Firma. In diesem Fall landet man auf "Bank of Hope"; und da gibts es keine (About) IR. Bei der direkten Suche im Browser mit HOPE Bank Corp kommt man auf die richtige Seite. Hätte ich selber auch drauf kommen können. Trotzdem Danke!!!

    Suchen

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