Trendtrading

Einem Trend zu folgen ist die einfachste und profitabelste Art zu traden. Man sucht sich einen tendierenden Markt, steigt in Trendrichtung ein und zieht gelegentlich seinen Stop nach. Irgendwann endet der Trend und man wird ausgestoppt.

Warum tut es dann nicht jeder? Es gibt eine Reihe von Gründen, warum insbesondere das Handeln langer Trends eine große Herausforderung ist.

1. Trendfolger haben eine relativ niedrige Trefferquote. Um frühzeitig in einen Trend einzusteigen, muss man häufig zwei, drei, vier Versuche unternehmen. Bevor ein Aufwärtstrend beginnt, muss erst einmal der Abwärtstrend enden und es muss einen Ausbruch in Long-Richtung geben. Häufig wird der erste Angriff der Bullen aber abgewehrt, der frühzeitige Einsteiger wird ausgestoppt. Das passiert nicht nur einmal. 30 bis 50% Trefferquote sind daher keine Seltenheit. Das zehrt natürlich am Ego, erfordert Geduld. Und es erfordert permanente Wiedereinstiege, sobald ein neues Signal auftritt. Schließlich weiß man nie, ob das aktuelle Signal nicht der Beginn des „Jackpot-Trades“ ist.

2. Trendfolger akzeptieren zwischenzeitliche Drawdowns. Der Trend umfasst neben

Bewegungs-Impulsen auch Korrektur-Impulse. Während dieser Korrekturen schrumpfen aufgelaufene Buchgewinne, häufig laufen Trades am Beginn sogar noch einmal massiv in den Verlust und bis dicht an den Stop heran. Wer kennt nicht das Gefühl, wenn 1.000 Euro plötzlich zu 200 Euro Buchgewinn eingedampft werden? Statt sich darüber zu freuen, fühlt es sich an wie 800 Euro Verlust. Diese asymmetrische Wahrnehmung von Gewinnen und Verlusten – der Dispositionseffekt – führt dazu, dass viele Trades, die als Trendfolgetrades geplant waren, tatsächlich als Swing-Trades enden. Das treibt die Kosten in die Höhe und lässt die Gewinne schrumpfen.

3. Trendfolger verdienen Geld, ohne wirklich hart dafür arbeiten zu müssen. Damit widersprechen sie einer grundsätzlichen gesellschaftlichen Norm in unserem Kulturkreis: Für Geld hat man gefälligst zu arbeiten. Und für viel Geld muss man härter arbeiten – mit Schweiß auf der Stirn und dicht an der Grenze zum Nervenzusammenbruch. Diese unbewusste gesellschaftliche Konditionierung unserer Psyche führt zu entsprechendem Verhalten. Trades werden „gemanagt“, wo es nichts zu managen gibt, man „kümmert“ sich um seine Position, statt den Markt einfach laufen zu lassen. Stress entsteht, Fehler werden gemacht, Emotionen kommen ins Spiel. Schließlich muss man durch Aktionismus irgendwie den großen Gewinn rechtfertigen – und sei es nur vor dem „inneren Zensor“.

Wer allerdings mit diesen Herausforderungen leben kann, wird mit Trendfolgestrategien auch in der heutigen Zeit noch gutes Geld verdienen können. Dazu braucht man einen stringenten Plan, ein solides Risiko- und Money-Management und den Willen, den eigenen Plan umzusetzen. Auch in der heutigen Zeit gibt es noch Trends, die über Wochen, Monate, Jahre laufen und die sich profitabel und relativ entspannt handeln lassen.

Im Übrigen lässt sich das Handeln von Trends üben. Ich trainiere den Trendhandel seit mehr als zwei Jahren. Noch bin ich nicht am Ziel meiner Wünsche, aber ich vertraue auf das alte Sprichwort „Übung macht den Meister“.

Ich biete regelmäßig Seminare und Webinare zum Trendfolgehandel an, insbesondere für Berufstätige. Geplant ist auch, ein Musterdepot aufzubauen, um praktisch den Beweis für die Wirksamkeit des Trendfolgehandels zu erbringen.

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