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    Performance-Report: Das Zahltag-Depot im April 2018

    Auch im April fanden die Aktienmärkte keine klare Richtung. Es ging einerseits nicht weiter abwärts. Andererseits blieben die Allzeithochs vom Jahresanfang in weiter Ferne. Was mir wieder einmal den großen Vorteil eines Dividenden-Depots vor Augen führt. Denn egal, was die Aktienmärkte veranstalten. Meine Firmen produzieren Gewinne und überweisen mir meine Dividenden mit der Präzision eines Schweizer Uhrwerks.  

    Ich bin mit dem April und den eingegangenen Dividenden mehr als zufrieden. Warum? Es gab wieder einmal eine ganze Reihe von "Gehaltserhöhungen". Viele Unternehmen, die ihre Zahlen für das vorangegangene Geschäftsjahr vorgelegt haben, haben gleichzeitig ihre Dividenden angehoben. Hier die Firmen aus meinem Depot, die das betraf: 

    1. Realty Income, von 0,219 auf 0,2195 Dollar monatlich, schon die dritte Anhebung in 2018,   
    2. Cisco, von 0,29 auf 0,33 Dollar pro Quartal, 
    3. Coca-Cola, von 0,37 auf 0,39 Dollar pro Quartal, 
    4. Altria, von 0,66 auf 0,70 Dollar pro Quartal,  
    5. Medical Properties Trust, von 0,24 auf 0,25 Dollar pro Quartal,
    6. PPL Corporation, von 0,395 auf 0,41 Dollar pro Quartal
    7. Domtar, von 0,415 auf 0,435 Dollar pro Quartal.

    Sieben Gehaltserhöhungen in einem Monat sind eher die Ausnahme, als die Regel. Aber auch für den Mai sind schon vier Dividendenanhebungen beschlossen.  

    In der Summe ergibt sich also im Vergleich zum Vorjahr eine um 14,38% höhere Dividendensumme, 19 Zahltage hatte der Monat. Zwei größere Veränderungen gab es im Depot. Student Transportation, ein Monatszahler, wurde von der Börse genommen, ich hatte meine Aktien nach dem Ex-Dividendentag für die März-Dividende verkauft und somit im April von dem Schulbusunternehmen keine Dividende mehr bekommen. Der Verkaufserlös floss in Aktien von EPR Properties, einen REIT, der gerade im Februar die Dividende angehoben hatte. Ein letztes Mal habe ich auch von Gramercy Property Trust Dividenden bekommen. Das Unternehmen verkauft sich komplett an eine Tochtergesellschaft von Blackstone. Die Käufer zahlen 27,50 Dollar pro Aktie, was mir einen satten Kursgewinn einbrachte. Ich habe nicht lange gezögert und meine Aktien Anfang Mai veräußert. Der größte Teil des Verkaufserlöses floss in Anteile von Medical Properties Trust. So machte ich aus 450 Dollar Jahresdividende, die mir GPT bislang überwiesen hatte, jetzt 500 Dollar Jahresdividende und behielt noch einen vierstelligen Dollarbetrag in der Portokasse für spätere Einkäufe.       

    Der Dividenden-Tacho bewegte sich durch die gestiegenen Dividenden weiter nach rechts und steht inzwischen bei 16.726,37 Dollar Jahresdividende - nach 16.285,47 Dollar im März. Diese Summe darf ich nach dem augenblicklichen Stand der Dinge in den kommenden zwölf Monaten erwarten. Ende Dezember 2017 waren das 14.309,69 Dollar. Im Verlaufe der ersten vier Monate hat sich also meine "Dividendenrente" um 16,88% erhöht. Auf den Monat gerechnet ergibt das 1.393,91 Dollar Monatsrente. 

    Die Summe ist natürlich noch zu versteuern und in Euro umzurechnen, aber eines steht fest: Mein Ziel für 2018, nämlich durchschnittlich 1.000 Euro monatliche "Dividendenrente" nach Steuern, werde ich wohl weit vor Jahresende erreichen. 

    Noch eine Neuerung brachte der April. Ich habe meine regelmäßigen Überweisungen auf mein Investmentkonto wieder aufgenommen. Ursprünglich hatte ich geplant, nur noch zum Jahreswechsel Geld zu überweisen, um die Vergleichbarkeit der Performance zu erleichtern. Von dieser Idee bin ich aus einem einfachen Grund abgerückt. Der nächste Bärenmarkt rückt immer näher - und zwar jeden Tag um genau einen Tag. Niemand weiß, wann er anfängt und ob es einen Crash am Markt geben wird oder nur eine schleichende Erosion der Aktienkurse. Und genau wegen dieser Ungewissheit will ich so schnell wie möglich mein Cash-Polster weiter aufstocken. Das regelmäßige "Besparen" meines Investmentkontos ist also meine Art von Vorsorge, um im richtigen Augenblick genügend Liquidität für die Schnäppchenjagd aufgebaut zu haben. Und ehrlich gesagt: Es ist mir ziemlich egal, ob irgendjemand meine "Performance" im herkömmlichen Sinne als gut oder schlecht bewertet. Ich habe meine eigenen Leistungsparameter definiert. Leistung, also Performance, äußert sich für mich im Zuwachs des monatlichen Cashflow. Nur an dem kann ich arbeiten - auf die Aktienkurse hingegen habe ich keinerlei Einfluss, die werden von anderen gemacht und sind kein Spiegelbild meiner eigenen Leistung.

     

    Neben den Dividenden flossen mir im März auch durch die alternativen Zahlungsströme einige Dollars zu. Sechs Trades mit Aktienoptionen spülten 0,28% aufs Konto. Durch die stark gefallene Volatilität im April wurden einige Positionen mehr geschlossen als im Februar und März. Die Futures-Optionen brachten 0,58%. Ein erster Trade meiner globalen ETF-Strategie brachte 0,02%. Das ist kein riesiger Ergebnisbeitrag, aber immerhin ein Anfang. Mit der Volatilität verdiente ich weitere 0,02%. Und die Dividenden machten 0,36% aus, so dass in der Summe 1,26% Cash auf mein ursprünglich eingezahltes Kapital erzielt wurden. Mir wären zwar zwei Prozent lieber, aber die Börse ist kein Wunschkonzert und so muss man halt nehmen, was der Markt zu geben bereit ist. Sehen wir's mal so: 95% der Marktteilnehmer schaffen nicht einmal ein positives Ergebnis, warum sollte ich also über 1,26% im Monat traurig sein. Das entspricht immerhin 15,12% jährlich. 

    Quelle: https://www.tagesgeldvergleich.net/tagesgeldvergleich/zinsvergleich.html
    Quelle: https://www.tagesgeldvergleich.net/tagesgeldvergleich/zinsvergleich.html

    Auf der Webseite tagesgeldvergleich.net lässt sich recherchieren, wie alternative Anlagen derzeit rentieren - das Sparbuch etwa mit 0,11% im Durchschnitt und 0,95% in der Spitze. Festgeld mit einer Anlagedauer von 12 Monaten bringt maximal 1,17% per annum, also etwas weniger als das, was ich in einem Monat erzielt habe. Oder andersherum: Ich erziele derzeit eine zwölffache Überrendite gegenüber Festgeld. 

    Die Perspektiven für den weiteren Jahresverlauf sind günstig. Vier Dividendenerhöhungen wird der Mai bringen, darunter auch eine 60%ige Dividendenanhebung bei Kinder Morgan. Zwei weitere Steigerungen sind schon für Juni avisiert. Und derzeit gibt es auch reichlich Kaufchancen - exzellente Unternehmen zu Aldi-Preisen. Wie gut, dass ich meinen Einkaufszettel schon lange vorbereitet habe. 

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    Kommentare: 8
    • #1

      Titus (Freitag, 18 Mai 2018 14:18)

      Hi Nils, ich freue mich mit Dir, dass Dein Divi.-Cashflow immer rasanter an Fahrt aufnimmt: Deine Hoch-/Rechnungen also in der tat aufgehen! Und es stimmt, dass die Ausschüttungen bei Dir g a r a n t i e r t eintreffen - egal was die Märkte bewegt. und doch sei die Frage erlaubt: Woher nimmst Du nur all die Energie, um Blog + Kanal ständigst am laufen zu halten?! Du bist so ausdauernd und zäh wie Auto-Pionier Ford, Autor und Abenteurer Jack London ( er schrieb über 300! Bewerbungen, bis seine erste Kurzgeschichte von einer Zeitung gedruckt wurde) und US-Superstar Madonna - find' ich grosse Klasse! Wie immer bestens Titus

    • #2

      Titus (Dienstag, 22 Mai 2018 15:36)

      MENSCHEN MACHEN IMMER WIEDER FEHLER. Das schließt auch mich mit ein. Ich habe in 05.2015 zwei mal 106 Aktien von Dialog Semiconductor (927200) zu 48,- Euro je Stück nach Rücksetzern gekauft. Dann stieg das Papier, um sich anschließend mit dem Gesamtmarkt zu halbieren. Danach erholte sich die Dialog wieder und krachte später wieder um 50 % runter, weil ein Analyst davon ausgeht und verkündete, dass 2019 APPLE die Dialog-Chips selbst produzieren könnte ( und APPLE ist Hauptauftraggeber der Dialog Semi. AG). Ich hab' zunächst abgewartet in der Hoffnung, dass sich die Aktie erholt, um sie dann endgültig zu veräußern (schütten nämlich auch keinen Gewinn aus, obwohl sie gute Umsätze generieren). Aber was ist passiert? Das Papier ist nun um weitere knapp 20 Prozent gesunken. Wie verfährst Du nochmals mit solch einer Unternehmensbeteiligung wie Dialog Semiconductor, Nils? Über eine kurze Sichtweise von Dir würde ich mich freuen (finale Finanz-Entscheidungen treffe ich natürlich eigenverantwortlich - ganz klar). Mit vorzüglichen grüßen Titus

    • #3

      Nils Gajowiy (Dienstag, 22 Mai 2018 16:44)

      Ich kann die Frage ganz kurz beantworten - ich hätte die Aktie nie gekauft. Und mir damit all die Folgeprobleme erspart. Wenn's keine Dividende gibt, kaufe ich nicht. Ein Mieter, der keine Miete zahlt, hat in meinem Haus keinen Platz verdient. Gruß NIls

    • #4

      Titus (Dienstag, 22 Mai 2018 19:09)

      Merci Nils! Jetzt heißt es für mich: Augen a u f und durch... Bestens Titus

    • #5

      David Pamminger (Mittwoch, 23 Mai 2018 10:00)

      Schönen guten Tag.

      Macht es für dich einen Unterschied, Aktien in € oder $ zu zeichnen?
      Welchen Depotanbieter bevorzugst du? Hast du hier unterschiedliche für DAX & DOW?

      LG

    • #6

      Nils Gajowiy (Sonntag, 27 Mai 2018 16:22)

      Ich kaufe alle Aktien in der Originalwährung und das ist der US-Dollar. Alles andere ist Geldschneiderei, denn es gibt keine Coca-Cola-Aktien, die in Euro nominieren. Ich habe auch nur ein Konto - bei Interactive Brokers.

    • #7

      Titus (Montag, 28 Mai 2018 15:11)

      Servus Nils! Sehe ich das in Deinem speziellen Erklärfilm richtig, dass auch eine APPLE für Dich jetzt - nach Erstellung des Miller Howard Diagramms (Du warst selbst überrascht!) - kein so attraktives Investment mehr darstellt, wenn Du den geringen Cashflow bezogen auf Deinen Jahrgang betrachtest? Einen wunderschönen Urlaub darf ich Dir noch anwünschen, Nils ( laut einer US-Studie von 2003 macht Urlaub ja glücklicher als Besitz)! Wie immer bestens Titus

    • #8

      Nils Gajowiy (Mittwoch, 30 Mai 2018 18:03)

      Ja, so ist es. Ernüchternd. Aber wenn die Aktie mal um 30% einbricht, werde ich eine Lkw-Ladung kaufen. Gruß Nils

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