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    Das große Missverständnis: Wo Gerd Kommer irrt

    Kennen Sie das? Sie lesen ein richtig gutes Sachbuch. Sie sind gefesselt von der Stringenz der Gedanken, von der Logik und Schlüssigkeit der Darlegungen. Und trotzdem haben Sie das Gefühl, dass da irgendwo ein kardinaler Fehler schlummert. So ging es mir mit Gerd Kommers "Souverän investieren mit Indexfonds & ETFs". 

    Achtung: Dies ist ein Affiliate-Link. Ich erhalte eine Provision, wenn jemand nach einem Klick auf diesen Link das Buch bestellen sollte. Der Kaufpreis ändert sich nicht - aber ich bedanke mich vorab bei jedem Käufer!
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    Ich kenne Gerd Kommer nur aus verschiedenen Youtube-Videos, u.a. aus seiner Diskussion mit dem Fondsmanager Max Otte. Oberflächlich betrachtet gehören wir im klassischen Sinne "unterschiedlichen Lagern" an. Gerd Kommer setzt auf passives Investieren, ich auf aktives Investieren. An dieser Stelle könnte ich im Kanzlerinnen-Duktus verkünden: "Gerd Kommers Buch ist nicht hilfreich." Und es ungelesen in der Bibliothek verstauben lassen. Dr. Kommers Buch aber ist schon 2002 erstmals erschienen und in diesem Jahr erblickte bereits die fünfte, komplett aktualisierte Auflage das Licht der Bücherwelt. Und da gute Finanzbücher in Deutschland nur alle Jubeljahre einmal erscheinen, habe ich die Fernleihe bemüht und das Buch in den vergangenen drei Wochen mehrmals studiert. Ein Buch, das sich seit 15 Jahren verkauft, muss wohl etwas taugen. Und ich wurde nicht enttäuscht. 

    Schon auf Seite 12 schreibt der Autor einen wichtigen Satz: "Sein gesamtes persönliches Vermögen ist nach den Grundsätzen investiert, die in diesem Buch dargestellt werden." Ich glaube ihm und zolle ihm für dieses Outing höchsten Respekt. Denn diesen unscheinbaren Satz aus dem Vorwort würde ich gern in jedem Trading- und Finanzbuch, in Fondsprospekten von Kreditinstituten und Emittenten lesen. Man wird ihn aber in 99 von 100 Finanzbüchern vergeblich suchen. Hier schreibt ein Praktiker nicht über etwas, das theoretisch funktionieren könnte, sondern über etwas, das er praktiziert. Der Mann wurde mir auf Anhieb sympathisch.

    Worum dreht sich Gerd Kommers Buch? Die Botschaft ist kurz und bündig: Da Märkte effizient funktionieren und jeder Investor Teil dieses effizienten Marktes ist, ist es langfristig unmöglich, den Markt zu schlagen. Wer den ganzen Markt kauft, kauft sich ein Stück vom wachsenden Wohlstand der Welt und wird selbst immer wohlhabender. Umsetzen lässt sich ein solcher Ansatz mit kostengünstigen börsennotierten Indexfonds, und zwar gänzlich ohne hoch- oder pseudowissenschaftliches Brimborium, ohne jede Timing-Anstrengung, mittels permanenter Sparraten, egal, ob die Börse steigt oder fällt. Buy & Hold at its best. 

    Warum muss man über einen so simplen Ansatz ein 416 Seiten starkes Buch schreiben? Weil der von Kommer propagierte passive Anlagestil vielerlei Zweifeln, Anfeindungen und Missverständnissen ausgesetzt ist. Und diese räumt der Autor einen nach dem anderen aus dem Weg. Er entzaubert das finanz-chinesisch, indem er erklärt, wie Finanzmärkte tatsächlich funktionieren. Er listet 20 typische Anlegerfehler auf. Er warnt vor dubiosen Anlageprodukten und erklärt deren Gefahren. Er listet die historischen Renditen der verschiedenen Asset-Klassen über die vergangenen 117 Jahre auf. Schließlich erfahren wir alles über seine Anlagestrategie des Indexing. Es werden sowohl die Grundprinzipien dargelegt, als auch praktikable Handlungsanleitungen gegeben. Ein separater Abschnitt befasst sich mit denjenigen, die einem Anleger das Indexing ausreden wollen, ein weiterer beantwortet die Frage "Was tun im Crash?". Es folgen abschließend 20 Gebote für den passiven, rationalen Anleger. 

    Wie es sich für ein gutes Buch gehört, finden wir ausführliche Quellenangaben, ein Literaturverzeichnis, Leseempfehlungen, nützliche Webseiten und ein Glossar. 

    Kurz: "Souverän investieren" ist eine Fundgrube für jeden, der Kapitalmärkte verstehen will, und zwar unabhängig davon, ob er dieser oder einer anderen Strategie anhängt. Lehrreich und unterhaltsam.

    Für mich stellte sich nach dem ersten Lesen die gesetzmäßige Frage: Warum tue ich mir eigentlich den ganzen Streß an - Aktien analysieren, auf günstige Bewertungen warten, Positionsgrößen bestimmen usw.? Erst nach mehrmaligem Lesen und langem Nachdenken haben sich zwei Gedanken herauskristallisiert, wo ich mit Gerd Kommers Strategie "über Kreuz" liege.  

    Quelle: Gerd Kommer, Souverän investieren, Seite 213
    Quelle: Gerd Kommer, Souverän investieren, Seite 213

    1. Ist Performance mein Anlageziel?

    Vom vorderen bis zum hinteren Buchdeckel zieht sich ein Grundgedanke durch das Buch: Maximale Performance bei minimalem Risiko ist das Ziel jedes Investors. Wobei Performance im klassischen Sinne definiert wird als Kurssteigerung plus Dividende, wenn es um Aktien geht. Oder als Wertsteigerung, wenn man andere Assetklassen (etwa Immobilien, Goldmünzen, Sammeltassen oder Briefmarken) einschließt. Das Ganze macht rational Sinn. Wer an den Finanzmärkten 100 Euro investiert, wird glücklicher sein, wenn er damit zehn Euro pro Jahr verdient, als wenn er nur drei Euro verdient. Und noch glücklicher wird er, wenn zwischenzeitlich das 100-Euro-Investment nur auf 90 Euro fällt und nicht auf 50. Bis hierhin bin ich mit dem Autor absolut einverstanden. 

    Meine Zweifel beginnen, wenn ich mir sage: Kann ich das nicht auch mit einem Portfolio aus 100 Einzelaktien erreichen? Kommer streitet das nicht ab, schreibt aber: Es gibt keinen wissenschaftlichen Beweis dafür, dass ein solcher Anlageerfolg nicht Zufall ist. Was ich mit einem Index-ETF erreichen kann, ist wissenschaftlich belegt. Dass ein Einzelanleger im Stile eines Warren Buffett, Charlie Munger, Walter Schloss, Benjamin Graham usw. besser abschneidet, könnte auch Zufall sein. Die statistische Grundgesamtheit der erfolgreichen Value-Investoren ist nicht groß genug, um daraus eine Gesetzmäßigkeit abzuleiten. Und: Wenn jeder so gut wäre wie Warren Buffett, würde das unmöglich funktionieren. Es ist mathematisch schlicht unmöglich. Gerd Kommer ist ein glühender Verfechter der Efficient-Market-Theorie, folgerichtig schließt er aus, dass wir dauerhaft eine Überrendite gegenüber dem Markt erzielen können. 

    Aber: Ist das überhaupt notwendig? Ist das überhaupt ein Ziel? Mein Ziel beispielsweise ist, dass mein 100-Euro-Investment mir Monat für Monat 50 Cent oder einen Euro in bar produziert. Als Dividende. Nicht als Buchgewinn. Kurssteigerungen sind nett, werden aber erst zu Geld, wenn ich meine Position auflöse. Und dann fehlt das laufende Einkommen, denn die Gans, die die goldenen Eier legen soll, muss ich dafür schlachten. 

    2. Was ist aktives Investieren überhaupt?

    Eine grundlegende Schwäche des Buches ist aus meiner Sicht Gerd Kommers Definition des aktiven Investierens. Er grenzt aktive Anlagestrategien auf zwei grundsätzliche Ansätze ein: "Es gibt im Grunde genommen nur zwei Gruppen aktiver Anlagestrategien und in der Tat lässt sich jede konkrete Strategie, egal welchen esoterischen Namen sie auch tragen mag, einem dieser beiden Ansätze zuordnen oder stellt eine Mischung aus ihnen dar: (1) »Einzelwert-Selektion« – in Bezug auf Aktien ist das »StockPicking« – und (2) »Market-Timing« – das Über- und Untergewichten ganzer Gruppen von Wertpapieren im Portfolio im Zeitablauf. Etwas vereinfacht und ein wenig sarkastisch zusammengefasst ist Wertpapier-Picking ein »Rein-Raus« in Bezug auf einzelne Wertpapiere, Market-Timing ist »Rein-Raus« in Bezug auf ganze Märkte." (Seite 119).

    Hier springt der Autor zu kurz. Der Ansatz, den er unterstellt: Finde unterbewertete Aktie oder Branche, kaufe diese. Warte auf Kursexplosion. Verkaufe jetzt die überbewertete Aktie bzw. Branche. Finde eine neue unterbewertete Aktie oder Branche. Wiederhole dieses Spiel immer wieder. Zugegeben, diese Art von Aktivität hat viele Befürworter - selbst renommierte Fondsmanager agieren nach diesem Prinzip, was teilweise deren permanente Underperformance erklärt. Für mich ist dieser Aktionismus Trading und hat mit Investieren wenig zu tun.  

    Wie wäre aber dieser Ansatz: Finde unterbewertete Aktie oder Branche, kaufe diese. Verkaufe sie nicht, auch wenn sie überbewertet sein sollte. Kaufe statt dessen weitere unterbewertete Aktien oder Branchen und halte sie bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag. Wo Gerd Kommer ein "Rein-Raus" unterstellt, lasse ich das "Raus" einfach weg. 

    Ist das ein aktiver Ansatz? Zweifellos, denn er ist mit viel Arbeit verbunden (davon kann ich ein Lied singen). Aber im Verlaufe von vielen Jahren entsteht so ein Aktiendepot, das selbst ein ETF ist. Der gravierende Unterschied ist: Wer heute einen Index-ETF kauft, hat jede Menge Firmen mitgekauft, für die ich kein Geld ausgeben würde. Das können schlecht laufende Unternehmen mit miserablen Aussichten sein. Das können auch Firmen sein, die aberwitzig teuer sind. 

    Mein aktiver Ansatz kommt dem passiven von Gerd Kommer in einem Punkt sehr nahe: Möglichst niemals zu verkaufen und regelmäßig nachzukaufen, egal ob Crash, Baisse oder Hausse. Differenzen gibt es in dem Punkt, dass ich selbst entscheide, welches Unternehmen mein Geld verdient hat. 

    Ich bin mir dabei bewusst, dass mein Ansatz zwei Schwächen hat: Erstens muss ich eine Menge Arbeit investieren und werde erst in zehn oder zwanzig Jahren beweisen oder widerlegen können, ob diese Arbeit einen Mehrertrag erbracht hat. So ist das bei jeder Investition. Ob sie sich lohnt, weiß man immer erst hinterher. Zweitens kann mein aktiver Ansatz auch ein Ausdruck grenzenloser Selbstüberschätzung sein. Diesen psychologischen Fallstrick (Overconfidence Bias genannt) habe ich permanent vor Augen und sage deshalb lieber einmal zu häufig Nein als einmal zu selten.  

    3. Die größten Pluspunkte von Buy and Hold

    Halten wir also fest: Ich bin ein Freund des aktiven Investierens - ich suche selbst aus, was ich kaufe und möglichst nie verkaufen muss. Im Einkaufsprozess haben Gerd Kommer und ich also unterschiedliche Ansichten. Ich schätze, damit kann Dr. Kommer genauso gut leben wie ich. 

    Wo ich mit ihm absolut einverstanden bin, das sind die Argumente, die für ein dann passives Portfolio-Management stehen. Es gibt drei große Trümpfe, die ein Buy-and-Hold-Investor hat. Streng genommen sind das die einzigen Investoren, denn alles andere sind Spekulanten. Was keine Wertung ist, sondern nur eine wertfreie Unterscheidung. 

    Trumpf Nr. 1: Die lange Haltedauer. Wer Aktienpositionen mindestens 20 Jahre hält, hat immer eine positive Performance. Sämtliches Kursgezappel löst sich auf Sicht von Dekaden in Wohlgefallen auf. Märkte können steigen und fallen, was außerhalb unserer Kontrolle liegt. Wenn mein Fokus aber auf langfristigem Vermögensaufbau liegt, komme ich um eine Investition in die Wirtschaft dieser Welt nicht herum. Je länger, desto besser. Genau das ist das Geheimnis eines Warren Buffett: "Unsere bevorzugte Haltedauer - für immer." Wermutstropfen: Es muss das Unternehmen in 20 Jahren noch geben. Sollte aber eine Ikone wie beispielsweise Coca-Cola oder Apple vom Erdboden verschwinden, würde sie sich auch aus einem ETF verabschieden.

    Trumpf Nr. 2: Die niedrigen Kosten. Unter Transaktionskosten können wir die Gebühren für ständiges Rein und Raus zusammenfassen. Ein Depot ist wie ein Stück Seife - je öfter man es anfasst, desto kleiner wird es. Oder: "Hin und Her macht Taschen leer." Zu den Kosten im weiteren Sinne gehören aber auch die zahllosen Börsendienste, Einflüsterer ("Die 1000%-Chance"), Bankverkäufer ("Sie müssen da mal was umschichten"), Gurus ("Mr. Dax", "Mr. Doom") usw. Im Buch von Gerd Kommer sind diese Mechanismen exzellent herausgearbeitet und sollten jedem hyperaktiven Anleger eiskalte Schauer über den Rücken jagen. Und jedem Banker die Schamesröte ins Gesicht treiben. 

    Trumpf Nr. 3: Der Steuervorteil. Investoren genießen eine zinslose Steuerstundung vom Finanzamt. Während der aktive Spekulant auf jeden realisierten Gewinn eine Abgeltungssteuer zahlt, schiebt der Investor diese Zahlung vor sich her. Das Geld, das er heute noch nicht dem Finanzamt schenkt, arbeitet für ihn. Es erwirtschaftet Zinsen und Zinseszinsen. Einfach durch simples Nichtstun. Ich habe bislang noch kein Buch gefunden, in dem der Barwert-Vorteil mathematisch aufgearbeitet wurde. Von Banken, Anlageverkäufern und Medien ganz abgesehen - denn die wären alle arbeitslos, wenn jeder verstehen würde, was die Hyperaktivität die Anleger Tag für Tag kostet.  

    Quelle: Gerd Kommer, Souverän Investieren mit Indexfonds & ETFs, Seite 237
    Quelle: Gerd Kommer, Souverän Investieren mit Indexfonds & ETFs, Seite 237

    Fazit: Erst lesen, dann verstehen - dann entscheiden

    In einem Satz: Besorgen Sie sich das Buch und lesen Sie es. (Wenn Sie auf den Link klicken, kriege ich im Kauffall eine Provision - danke!). Es enthält jede Menge neuer Erkenntnisse auch für Finanzprofis. Das Zahlenmaterial ist aktuell und umfassend, die Statistiken scheinen sauber recherchiert und begründet. Die Aussagen sind klar, ohne Wischiwaschi oder Fachchinesisch. Jeder Zehnklassenschüler ohne finanzwissenschaftliche Vorbildung kann dieses Buch verstehen. 

    Verstehen Sie die Botschaft des Buches: Für 99 Prozent aller Anleger führt an ETFs und Indexfonds kein Weg vorbei. Gerd Kommer vergisst nicht zu erwähnen, dass der Investoren-Übervater Warren Buffett testamentarisch verfügt hat, dass sein Vermögen im Falle seines Ablebens in einen Indexfonds investiert werden soll, weil seine Frau nicht über Warren Buffetts Expertise bei der Unternehmensanalyse und Kapitalallokation verfügt. Lernbereitschaft, Fleiß und Leidenschaft für Unternehmensanalysen sind Grundvoraussetzungen, um sich dem aktiven Investieren zu verschreiben. 

    Entscheiden Sie als wissender und verstehender Anleger erst dann: Betrügen Sie sich nicht selbst, spielen Sie nicht den Helden, seien Sie ehrlich: Bin ich bereit zu arbeiten, zu lernen, Gehirnschmalz, Blut, Schweiß und Tränen zu investieren. Ohne zu wissen, ob sich das in 20 Jahren auszahlt (denn laut Gerd Kommer tut es das nicht).

    Oder gehe ich den sicheren Weg des Indexing, weil ich die Mehrarbeit nicht leisten kann (keine Zeit, kein Wissen) oder nicht leisten will (keine Leidenschaft, Fussball-Bundesliga und Kochduell sind mir wichtiger als meine Geldanlage). Es ist keine Schande, ETFs zu kaufen. Macht man es so, wie es Gerd Kommer darlegt und praktiziert, macht es den Anleger auf angenehm stressfreie Art wohlhabender. 

    Meine persönliche Entscheidung lautet: Ich nehme gern die zusätzliche Arbeit auf mich, weil es mir Spaß macht. Wenn ich fleißig bin und Glück habe, springt dabei mehr heraus, als nur die 1,8% Dividendenrendite, die ein S&P-Indexfonds derzeit abwirft. 

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    Kommentare: 10
    • #1

      Bernhard Kuiter (Samstag, 29 September 2018 08:21)

      Danke für die wunderbare und differenzierte Analyse. Das unterscheidet sich wohltuend von vielen anderen Blogs wo man immer wieder alte Kamellen neu serviert bekommt ohne dass sich der Autor wirklich tiefe Gedanken dazu gemacht hat.
      Top!

    • #2

      Lowski (Samstag, 29 September 2018 20:27)

      Super Beitrag. Klasse das Herausarbeiten des Unterschieds zwischen aktivem und passivem Anlegen. Das eine ist nicht besser und schlechter als das andere, eben nur anders und von der Persönlichkeit/Mentalität des Investors abhängig. Jeder muss selbst entscheiden, zu welcher Grupper er gehört. Das kann ihm niemand abnmehmen

    • #3

      Christian (Montag, 01 Oktober 2018 11:44)

      Wieder so eine pseudowissenschafliche Gehirnakrobatik eines Dr. ;-) Kommer. Alles Mögliche läßt sich stringent "beweisen". Die Realität schaut aber anders aus - siehe Waren Buffet, Bill Gates, Jesse Livermore, Jeff Bezos, George Soros, und viele andere.
      Vom Trader über den Spekulanten bis zum Investor: Wer bewusst genug ist und mit "seiner" Methode Perfektion entwickelt hat kann jederzeit alle Märkte schlagen , was aber letztendlich wieder völlig nebensächlich ist...

    • #4

      Dee Harder (Montag, 01 Oktober 2018 20:18)

      Ich möchte mich auch bedanken!
      Deine Beiträge sind inhaltlich von wohltuender seriöser, stringenter Sachsichkeit, es macht Freude sie zu lesen.
      Du unterscheidest dich sehr von den vielen anderen wortgewaltigen, aufgeblasenen und selbstgefälligen vorgeblichen Tradern und Gurus, die in Sachen Selbstvermarktung unterwegs sind und arglose, von finanzieller Freiheit Träumende abziehen.

    • #5

      inveliko (Mittwoch, 03 Oktober 2018 14:52)

      eigentlich war ich ein Anhänger von ETF's, genauer genommen US-ETF's, da ich die Ansicht vertrete, dass nur bei großem Kapitaleinsatz ein Ausfall einer Einzelaktie so wie im ETF kompensiert werden kann. Durch die jüngsten Marktgegebenheiten (kein Handel von US-ETF's für Europäer) hat sich die Anlage in ETF's aber erübrigt und so bin ich auch beim aktiven Investieren angelangt

    • #6

      wirtschaftswaise (Sonntag, 07 Oktober 2018 14:37)

      Ein schöner Beitrag zum notorischen Herrn Kommer. Ich habe das Gespräch mit Max Otte auch gesehen und fand allerdings, dass Kommer eindeutig als Sieger hervorging. Was mir in diesem Gespräch (und in vielen anderen Beiträgen) fehlte, war die 'politische Betrachtung' von ETFs. Viel zu wenige Leute machen sich klar, dass sie mit Aktien einen tatsächlichen Anteil an einer Firma erwerben, mit ETFs aber 'nur' ein Finanzprodukt. Es liegt also ein weiterer Layer zwischen dem Investor und seinem Investment. Wenn wir jetzt schauen, was der Gesetzgeber in den letzten Jahrzehnten u.a. bei Lebensversicherungen und Riester-Renten an Sauereien gegenüber den Anlegern erlaubt hat, dann muss man sich bei ETFs auch die Frage stellen, wie sicher die Rahmenbedingungen für Investoren langfristig sind.
      Auch meine Frau und ich investieren übrigens seit Jahren nach meinem Verständinis _passiv_ in Einzelaktien: kaufen und nie verkaufen. Es wäre auch mal ein schönes Thema für eine wissenschaftliche Arbeit, ab welchem Vermögen und bei welcher Sparrate die laufenden Kosten von ETFs nachteilig und höher ausfallen, als die Einmalkosten bei Einzelaktien.

    • #7

      Spezi (Mittwoch, 10 Oktober 2018 11:36)

      Hallo Nils,

      bin auf der Suche nach einem Banktitel und bin dabei auf die Commonwealth Bank of Australia gestoßen.
      Was hälst Du von diesem Finanzinstitut?

    • #8

      Nils Gajowiy (Mittwoch, 10 Oktober 2018 13:47)

      Kann ich leider nicht einschätzen, habe Australien nicht auf dem Radar. Dort gibt's dividenden- und steuertechnisch ein paar Besonderheiten, insbesondere die Franking Credits, von denen wir hier nicht profitieren können.

    • #9

      Spezi (Donnerstag, 11 Oktober 2018 10:43)

      Hallo Nils,

      besten Dank für Deine Rückmeldung! Die Besonderheit bei dieser Bank ist, daß hier keine Quellensteuer anfällt und die Dividendenrendite doch ganz üppig ausfällt.

    • #10

      Finanzdiva (Montag, 22 Oktober 2018 10:17)

      @Spezi: Diese Bank habe ich auch auf dem Radar. Einerseits wegen der Quellensteuer, die eben nicht zu leisten ist, wegen der Dividenden und weil die Bank nicht nur in Australien tätig ist. Allgemein interessiere ich mich für Unternehmen in Australien, weil die z.T. auch in Asien aktiv sind. Auf diese Weise möchte ich ein bisschen von meiner US-lastigkeit wegkommen.

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